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Will man unternehmerische Verantwortung übernehmen, stellt sich die Frage, ob es sich unterm Strich lohnt. Denn die Selbstständigkeit ist mit nicht unerheblichen Risiken und finanziellen Belastungen verbunden. Deshalb sollte genau kalkuliert sein, was der Selbstständige investieren kann. Dabei ist zu berücksichtigen, was er zum Leben, was zur Rückführung der Finanzierung und was zur Abdeckung von Risiken benötigt.

Will er den Schritt wagen und in ein bereits bestehendes Unternehmen investieren, sollte der Käufer ganz genau hinschauen und prüfen, was das Unternehmen Wert ist. Insbesondere wenn man als externer Dritter einen Betrieb erwerben möchte, will sich aber der Verkäufer oft nicht in die Karten schauen lassen und nicht Gefahr laufen, dass ein Interessent Geschäftsgeheimnisse stiehlt oder vertrauliche Informationen an die Konkurrenz weitergibt. Deshalb gibt er meist nur spärliche Informationen heraus. Ein Mindestmaß an Offenheit ist allerdings unerlässlich, denn nur auf Basis von finanziellen Informationen, wie den Bilanzen, historischen Umsätzen, Gewinn- und Verlustrechnung etc. kann der Käufer eine Zukunftsprognose erstellen und Risiken abschätzen um abzuwägen, ob sich die Investition lohnt.
Es empfiehlt sich, dass der Käufer einen externen Berater zur Unternehmensbewertung hinzuzieht oder – je nach Dimension der Investition – eine detaillierte Due Diligence Prüfung (unter Berücksichtigung verschiedener Risiken) durchführen lässt. Auch wird ein guter Berater bei bestimmten Signalen hellhörig und kann helfen, einen Fehlkauf zu vermeiden. Sind massive Umsatzsteigerungen in den vergangenen zwei bis drei Jahren erzielt worden? Es kann natürlich sein, dass das Geschäft nun brummt, kann aber auch ein Hinweis darauf sein, dass lange aufgeschobene Rechnungen erst kürzlich fakturiert wurden um den Umsatz und damit auch die Ertragsprognose sowie den Kaufpreis künstlich aufzublähen.
Da man als externer Dritter oft nicht die entsprechenden Einblicke hat, ist es auch legitim zur Prüfung der Bonität eine Ratingagentur (z.B. Creditreform) hinzuziehen. Vorab mit wesentlichen Kunden und Mitarbeitern zu sprechen, kann ebenfalls helfen, den Betrieb besser abzuschätzen.
Doch sogar wenn man selbst langjährig im Unternehmen tätig war, es also als „Insider“ kaufen möchte und sich gut kennt, ist eine Einigkeit in finanziellen Fragen mit dem Verkäufer manchmal gar noch schwieriger. Hat der Verkäufer – was wir leider auch zuweilen erleben – unrealistische Vorstellungen betreffend der Übergabe, die der Käufer nicht erfüllen möchte bzw. meist auch gar nicht kann, so besteht schnell ein Loyalitätskonflikt. Auch hier lohnt es sich, einen vertrauensvollen und unparteiischen Dritten als Vermittler einzubeziehen, der beide Seiten über angemessene Vorstellungen beraten kann. Wir unterstützen Sie gerne dabei.

erstellt am: 27.08.2017 | von: Martin Himmelsbach
Kategorie(n): Allgemein, Betriebswirtschaftliche Beratung & Analyse, Rechnungswesen & Controlling, Existenzgründung

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