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Es klingt idyllisch: Das eigene Unternehmen als Altersvorsorge. Wirtschaftet man effizient, kann der Unternehmer Renditen erhalten, die gängige Anlagealternativen auf dem Markt bei weitem übertreffen. Steuern sparen kann man dadurch oft auch noch. Die Realität sieht anders aus: Ein Verkauf oder eine Weitergabe an die künftige Generation ist nicht so einfach – es muss erst der richtige Nachfolger gefunden werden und Einigkeit über Auszahlung und Unternehmenswert bestehen. Oft reicht die Investition ins Unternehmen nicht als Altersvorsorge.

Der Unternehmer sollte rechnen: Welche monatliche Rente strebt er an? Was muss davon gezahlt werden? Miete? Versicherungen? Private Krankenversicherung? Dann sollte er gegenkalkulieren, was ihm das Unternehmen monatlich zahlen müsste – oder im Falle eines Einmalbetrags prüfen, auf wie viele Jahre er versorgt wäre. Die Summen erschrecken oft und offenbaren Versorgungslücken!

Zwischen der Gründung eines Unternehmens und dem Zeitpunkt, wenn die Altersvorsorge greift, liegen meist Jahrzehnte. In dieser Zeit ist das Unternehmen erheblichen Risiken und Geschäftsschwankungen ausgesetzt. Läuft das Geschäft nicht gut, braucht man alle Mittel im Betrieb und legt nichts oder nur wenig für die Altersvorsorge zurück. Gerade in der Anfangszeit oder bei Expansion muss der Unternehmer finanziellen Verpflichtungen nachkommen, denen keine ebenbürtigen Einnahmen unmittelbar gegenüberstehen. Wenn sich das Geschäftsmodell/ die Investition einmal lohnt, also der Return on Investment positiv ist, dann kann tatsächlich Geld angespart werden. Wenn es jedoch eine Fehlinvestition oder ein Verlustgeschäft war, bleibt nichts übrig für die Altersvorsorge – vielleicht werden sogar andere Ersparnisse zum Verlustausgleich benötigt. Immer trägt der Unternehmer auch das Risiko einer Insolvenz. Wenn der Betrieb pleite ist, ist die Altersvorsorge dahin – denn Vermögen und manche Altersvorsorgemaßnahmen sind pfändbar. Es lohnt sich, auch in nicht-pfändbare Altersvorsorgemodelle zu investieren, mögliche Entnahmen schon im laufenden Betrieb zu tätigen um sie privat zu investieren – z.B. in Grundbesitz.

Viele Unternehmer haben sich abgesichert, haben z.B. zur Rückdeckung Lebensversicherungen abgeschlossen. Wenn jedoch – wie aktuell in einer Niedrigzinsphase – die Renditen geringer ausfallen als erwartet, entstehen oft Deckungslücken.

Was empfiehlt sich? In Fragen der Altersvorsorge sollte man nicht nur auf ein Pferd setzen – denn es ist womöglich das falsche. Der Mix macht es! Neben der Investition ins eigene Unternehmen kann der Unternehmer zusätzliche Maßnahmen ergreifen, z.B. Direktversicherungen, Unterstützungskassen, Pensionsfonds – auch wenn diese nicht immer steuerlich so günstig sein mögen. Auch bei der Übergabe bzw. dem Verkauf des Betriebs kann nochmal an einigen Stellschrauben gedreht werden. Wir unterstützen Sie gerne dabei.

erstellt am: 23.07.2017 | von: Martin Himmelsbach
Kategorie(n): Allgemein, Betriebswirtschaftliche Beratung & Analyse, Existenzgründung

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