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Businessplan und Finanzplan – lästige Pflicht oder nützliches Tool? | von StB/WP Martin Himmelsbach

12. Feb. 2017
Sie kennen das vielleicht: Sei es bei der Neugründung eines Unternehmens bzw. der Aufnahme eines Gewerbes oder bei der Beantragung einer Projektfinanzierung bei der Bank – ein Businessplan muss her! Eine lästige Pflicht, doch ohne den Plan wird oft kein Kredit gewährt.
Für Banken, potenzielle Investoren und möglichen Geschäftspartner ist es wichtig, welche Gewinne Unternehmen voraussichtlich erwirtschaften werden. Ein gutes Finanzkonzept ist die Grundlage für die Entscheidung des Kreditgebers. Doch nicht nur zu erwartende Erträge und Aufwendung spielen für die Geldgeber eine Rolle. Auch Faktoren wie damit verbundene Sicherheiten, Entwicklungen der Finanzen je nach Szenario und Marktsituation beeinflussen den Projekt- bzw. Unternehmenserfolg. Eine reine Kosten-Umsatz-Aufstellung reicht meist nicht aus.

Zahlen alleine sind nicht genug
Was gehört sonst noch in den Businessplan? Eine Geschäftsmodell- und Marktanalyse, Angaben über die Tragfähigkeit des Konzepts, eine Konkurrenzanalyse, Szenarien- und Risikoanalysen – das sind nur einige Bestandteile. Im Finanzplan, dem „Herz des Businessplans“, werden der Kapitalbedarf für die Unternehmensgründung bzw. das Projekt definiert, die Planzahlen für zukünftige Erträge und Aufwendungen kalkuliert, eine Liquiditätsplanung und nicht zuletzt eine Planbilanz aufgestellt. Hier findet sich ein in Zahlen ausgedrücktes, ganzheitliches Bild des Finanzierungsprojekts wieder.

Wer nicht kontrolliert, verliert – zumindest den Überblick
Den Businessplan schreibt man aber nicht nur für den Kreditgeber, sondern primär für sich selbst. Ganz nach dem Motto „Wer nicht kontrolliert, verliert“, ist es das A und O für Unternehmen, ihre Finanzzahlen regelmäßig zu überwachen und einen Plan-Ist-Vergleich durchzuführen. Wie leicht passiert es, dass man „aus dem Bauch heraus“ entscheidet und mehr Geld ausgibt, als vorgesehen. Am Ende übersteigen die Kosten die Gewinne und die Startup- bzw. Projektfinanzierung gerät ins Wanken. Wichtig zu wissen ist es daher, wann korrigierende Maßnahmen eingeleitet werden können, bevor es zu spät ist. Erkennt man umgekehrt, dass die Planzahlen übertroffen werden, der Break-Even-Point schon viel schneller als erwartet erreicht wurde, dann kann man das Geschäftsmodell ausweiten.
Setzt man den Businessplan auch zur Finanzkontrolle und als Entscheidungshilfe ein, hat man mehr Sicherheit und stets die Übersicht über den genauen Stand. Wir helfen gerne, eine fundierte Planung zu erstellen und weiterzuentwickeln, damit das Geschäft nachhaltig auch gut läuft. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Die lästige Pflicht für die Geldgeber ist erfüllt und gleichzeitig das Fundament für den Unternehmenserfolg gelegt.



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